Apotheker Christian Charissé

66424 Homburg / Saar • Talstraße 23

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Alles über Zecken - denn Wissen schützt!

Alles über Zecken Was sind Zecken? Zecken gehören zu den Spinnentieren aus der Ordnung der Milben. Die in Süddeutschland vorkommende Art, die als Überträger der Frühsommer-Menigoenzephalitis (FSME) und der Borreliose gilt, gehört zur Familie der Schildzecken (das heißt, sie besit zen einen Rückenschild) und ist als Ixodes ricinus oder auch als "Gemeiner Holzbock" bekannt. Sein Vorkommen erstreckt sich in unseren Breiten auf den gesamten europäischen Raum, er ist auch noch in einer Höhe von bis zu 1.400 Metern anzutreffen. Entwicklung der Zecken Der Entwicklungszyklus der Zecken beginnt damit, dass eine weibliche Zecke bis zu 3 000 Eier legt. Daraus schlüpfen Larven, aus denen sich so genannte Nymphen entwickeln. Diese verwandeln sich schließlich in erwachsenen Zecken. Für jeden dieser Entwicklungsschritte ist eine so genannte "Blutmahlzeit" notwendig. Die Zecke verlässt dabei nach jedem Stich den entsprechenden Wirt und verdaut das aufgenommene Blut. Durch eine Häutung erreicht sie anschließend das nächste Entwicklungsstadium. Die sechsbeinigen Larven haben eine Größe von bis zu einem halben Millimeter und sie sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Nach der Blutmahlzeit werden sie bis zu 1,2 Millimeter groß. Sie befallen dabei meist Kleinsäugetiere wie Mäuse oder Igel und nur sehr selten Menschen. Die achtbeinigen, geschlechtslosen Nymphen sind ohne Blut 1,2 Millimeter und mit Blut vollgesogen bis zu zwei Millimeter groß. Die erwachsenen Zeckenweibchen haben eine Größe von zwei bis vier Millimeter, vollgesogen können sie bis zu 12 Millimeter groß werden. Auch die männlichen Zecken saugen Blut. Im Vergleich zu ihren weiblichen Artgenossen bleiben sie aber relativ klein, da sie keine Eier legen. Wie sieht eine Zecke aus? Die Zecke hat einen braunen bis schwarzen Kopf mit langen, schlanken Mundwerkzeugen. Der ebenfalls dunkelbraune Rückenschild bedeckt bei den Weibchen auf der Rückseite den vorderen Teil des helleren, weichhäutigen Körpersacks, bei den Männchen auch die Unterseite. Wo lebt die Zecke? Zecken halten sich im Gestrüpp, in hohen Gräsern und Farnen, an Wald- und Wegrändern sowie im Unterholz von Parkanlagen bis zu einer Höhe von etwa anderthalb Metern auf und werden von Vorbeigehenden abgestreift. Die weit verbreitete Ansicht, dass sich Zecken von Bäumen herabfallen lassen, entspricht also nicht der Wahrheit. Wer wird von Zecken befallen? Im Prinzip können alle Warmblütler von Zecken befallen werden, bevorzugte Wirte sind Igel und Nagetiere. Aber auch Wild, Vögel, Haustiere und Menschen sind betroffen. Wann sind Zecken aktiv? In den Monaten April bis September erfolgt der häufigste Befall mit Zecken. Er kann jedoch zu jeder Jahreszeit bei Temperaturen über 10 Grad Celsius auftreten. In der warmen Jahreszeit sind Zecken besonders am Vormittag, am späten Nachmittag und in der Nacht aktiv. Die Hauptaktivität der Zecken liegt im Frühjahr (Mai/Juni) und im Spätsommer (September). Eine Ansteckung ist allerdings während der gesamten warmen Jahreszeit, also von März bis November, möglich. Sehr milde Winter sowie feuchte Sommer fördern das vermehrte Auftreten von Zecken. Sind Zecken gefährlich? Der Zeckenstich (die Zecke sti cht und beißt nicht) an sich ist für den Menschen nicht gefährlich. Gefährlich ist die Übertragung mit Krankheitserreger wie FSME-Viren, die sich in den Speicheldrüsen der Zecken befinden, sowie Borrelien-Bakterien, den Erregern der Borreliose. Diese befinden sich im Darm der Zecken. Nach neueren Erkenntnissen werden die FSME-Erreger sofort beim Stich der Zecke in die Wunde übertragen. Borrelien hingegen gelangen erst nach einiger Zeit in den Körper des Wirts, da sie sich im Verdauungstrakt befinden. Durch die sofortige Entfernung der Zecke kann daher die Übertragung der Borrelien verhindert werden. Wie werden Zecken entfernt? Entfernen Sie die Zecke, indem Sie diese mit einer Pinzette im Halsbereich greifen und unter leichtem Zug für 60 Sekunden festhalten - in der Regel lässt sie dabei von selbst los. Achten Sie darauf, die Zecke nicht am Rumpf zu fassen und sie dabei nicht zu quetschen (ansonsten geraten dadurch vermehrt Borrelien aus dem Magen-Darm-Trakt der Zecke in die Wunde). Die häufig verbreitete Annahme, dass man die Zecke beim Entfernen drehen soll, ist nicht richtig. Ebenso falsch ist die Zuhilfenahme von Ölen, Nagellackentfernern, Alkohol oder ähnlichen Substanzen - dadurch wird die Zecke nur gereizt. Das kann wiederum zur Abgabe von Erregern in die Wunde und damit zu einer erhöhten Ansteckungsgefahr führen. Angebot: Gerne können wir die entfernte Zecke auf Borreliose für Sie testen lassen, was etwa drei Arbeitstage dauert. Bitte fragen Sie uns nach dem Zeckenset hierfür. Es beinhaltet alles, was Sie für die sicheren Umgang mit Zecken brauchen.

Rats-Apotheke Homburg • Talstraße 23 • Öffnungszeiten Montag - Freitag 8:00 Uhr - 19:00 Uhr und Samstag 9:00 Uhr - 14:00 Uhr
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